Der aktuelle Wechselkurs des Euro zum US-Dollar auf dem Devisenmarkt: 1.17593

Ein Online-Chart der Notierungen von Euro zu US-Dollar auf dem Devisenmarkt in Echtzeit ist hier verfügbar.

Wechselkurse werden von einer Reihe miteinander verknüpfter Faktoren beeinflusst. Dazu zählen makroökonomische Indikatoren, Kapitalzuflüsse in ein Land und die Handelsbilanz. Geopolitische Faktoren spielen eine wichtige Rolle, denn Sanktionen können sich negativ auf eine Währung auswirken – selbst in Ländern mit einem starken verarbeitenden Gewerbe und einer soliden Wirtschaft.

Es stellt sich die Frage, wie sich der tatsächliche Wert einer Währung bestimmen lässt. Ein einfacher Ansatz besteht darin, die Verbraucherpreise zu betrachten, indem die Kosten für ein Produkt, beispielsweise einen Big Mac, in verschiedenen Ländern verglichen werden. Betrachten wir dies näher.

Der Artikel befasst sich mit folgenden Themen:


Wichtige Erkenntnisse

  • Mit dem Big-Mac-Index lässt sich auf unkomplizierte Weise der aktuelle Wert des US-Dollars ermitteln, indem die Kosten des Preis für einen einzelnen Burger als Referenz zugrunde gelegt werden.
  • Wenn eine Währung laut Big-Mac-Index günstiger erscheint als ihr tatsächlicher Marktkurs, gilt sie als unterbewertet.
  • Bei der Prognose von Wechselkursen ist es nicht ausreichend, sich allein auf den Big-Mac-Index zu verlassen. Stattdessen sind auch technische und fundamentale Analysen unerlässlich.

Der Big-Mac-Index: Wie viel ist der Dollar wirklich wert?

Wie können Sie herausfinden, ob die Währung unterbewertet oder überbewertet ist? Sie können den Big-Mac-Index in einem bestimmten Land auswerten.

"Burgernomics" ist kein eindeutiger Indikator für die Ungleichheit von Währungen. Dennoch ist der Index zu einem weltweiten Standard geworden. Er wird in einigen wirtschaftswissenschaftlichen Lehrbüchern erwähnt und ist Gegenstand akademischer Studien.

Der Index wurde erstmals 1967 in der Zeitschrift Economist vorgestellt. Damals kostete ein Hamburger 47 Cent. 20 Jahre später lag der Preis bei 1,6 Dollar. Derzeit kostet ein Big Mac etwa 4,30 $. Folglich ist der Dollar in den letzten fünfzig Jahren um das Zehnfache billiger geworden. Das bedeutet natürlich nicht, dass der Dollar in weiteren fünfzig Jahren zehnmal billiger sein wird. Ein gewisser Trend ist jedoch offensichtlich.

Wie erfährt man, wie viel ein Dollar kostet, wenn man den Big-Mac-Index verwendet?

Der Big-Mac-Index wird als inoffizielles Mittel zur Berechnung der Kaufkraftparität herangezogen. Mit ihm kann man zum Beispiel den realen Dollar-zu-Euro-Preis berechnen. Warum? McDonald's verlangt von den Franchisenehmern, dass sie die strengen Vorschriften für jedes Produkt auf der Speisekarte einhalten. So werden zum Beispiel alle Burger-Brötchen weltweit von derselben Firma aus den gleichen Zutaten auf den gleichen Geräten hergestellt. Auch beim Zubereiten der Speisen wird in allen Restaurants der Kette nach demselben Verfahren gearbeitet. Das bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass ein Big Mac in jedem Land nach derselben Verfahrenstechnik hergestellt wird. Daher werden die Kosten der verkauften Produkte überall gleich sein. Ein Big Mac enthält auch eine ausreichende Menge an Nahrungsmitteln (Brot, Käse, Fleisch und Gemüse), um ihn als universellen Prototyp einer nationalen Wirtschaft anzusehen. Außerdem steht der Big Mac in jedem Land auf der Speisekarte von McDonald's. Sie müssen keine Zeit damit vergeuden, auf der offiziellen McDonald's-Website nach dem Burgerpreis zu suchen, da es Websites und spezielle Quellen gibt, die die Preise auf der ganzen Welt verfolgen und entsprechende Charts anzeigen.

So kostete ein Big Mac in den USA im Jahr 2018 5,51 US-Dollar, in Deutschland 3,99 Euro. Sie teilen 3,99 in 5,51 und erhalten 0,72 Euro. So viel kostet faktisch ein US-Dollar.

Somit liegt der reale US-Dollar-Preis in Euro bei 0,72, basierend auf dem Big Mac-Index. Betrachten wir nun hier den EURUSD-Kursverlauf auf dem Devisenmarkt und besprechen wir in den Kommentaren gemeinsam die Gründe für einen so großen Unterschied zwischen dem realen Wert und dem Marktpreis. Schreiben Sie Ihre Ideen in den Kommentarbereich unter dem Artikel.

Wovon hängt der Wechselkurs des US-Dollars ab?

Wir werden den Grund dafür ermitteln, warum der offizielle Dollar-Wechselkurs so stark von dem Wert abweicht, der sich aus dem Big-Mac-Index ergibt.

Der Wert des US-Dollars wird von einer Vielzahl makroökonomischer Faktoren beeinflusst, darunter die Geldpolitik der Federal Reserve, die Handelsbilanz, Investitionsströme und geopolitische Entwicklungen.

In der Welt der Finanzen und Wirtschaft nimmt der US-Präsident eine besonders einflussreiche Position ein. Auch wenn die Äußerungen von Donald Trump den Markt nicht mehr überraschen, haben seine politischen Maßnahmen nach wie vor einen starken Einfluss auf den Dollar. Maßnahmen wie Steuersenkungen und Handelsbeschränkungen stützen die US-Währung weiterhin.

Häufig werden die Wirtschaftswachstumsraten von Anlegern miteinander verglichen. Wenn das weltweite BIP ein schnelleres Wachstum verzeichnet als die US-Wirtschaft – was insbesondere auf China und andere Schwellenländer zurückzuführen ist –, kann Kapital in diese Märkte fließen. Allerdings können ein stärkeres Wachstum in den USA oder höhere Zinsen der Fed den US-Dollar stützen. Auch Handelskriege, Sanktionen und Phasen der Unsicherheit tragen zur Stärkung des US-Dollars als sichere Währung bei.

Darüber hinaus sind höhere Renditen von US-Staatsanleihen oft ein Anreiz für Anleger aus anderen Ländern, darunter Europa und Japan, wo die Zinssätze weiterhin niedriger sind.

Unter- und Überbewertung des Wechselkurses

Schwankungen des Wechselkurses haben weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft, auch wenn viele Menschen sie erst bemerken, wenn sie ins Ausland reisen oder dort einkaufen. Ein stärkerer Währungskurs macht Importe billiger, kann aber den Exporteuren schaden, während ein schwächerer Währungskurs den Rohstoffexport fördert und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beiträgt.

Wichtige Erkenntnisse aus dem Big-Mac-Index:

  • Der japanische Yen ist eine der am stärksten unterbewerteten Währungen. Sein Wert liegt Schätzungen zufolge etwa 50 % unter seinem fairen Wert. Manchmal hält die japanische Regierung den Yen bewusst schwach, um die Exporte zu fördern.
  • Der Euro ist gegenüber dem US-Dollar unterbewertet.
  • Der australische und der kanadische Dollar sind oft um 10 bis 20 % unterbewertet, da ihre Wechselkurse eng mit den Rohstoffpreisen wie Gold, Öl und Eisenerz verbunden sind.
  • Die aktuelle Bewertung des Schweizer Franken zeigt eine deutliche Überbewertung von rund 48 % im Vergleich zu seinem fairen Wert. Ebenso sind die norwegische und die schwedische Krone überbewertet.
  • Der südafrikanische Rand und der russische Rubel gehören zu den am stärksten unterbewerteten Währungen weltweit. Gemäß dem Big-Mac-Index ist der Rubel um etwa 60 % unterbewertet.

Wenn sich eine Währung zu weit von ihrem fairen Wert entfernt, kann es sein, dass sich der Trend bald umkehrt. Der Big-Mac-Index dient jedoch lediglich als Orientierungshilfe und nicht als verbindliches Handelssignal.

Der billige und der teure Big Mac

Ein Burger kostet in der Schweiz etwa 7,99 $. Warum ist er so teuer? Hohe Löhne, teure Mieten und das raue Klima treiben die Kosten in die Höhe. Das kalte Wetter erhöht die Heizkosten, während die begrenzten landwirtschaftlichen Bedingungen die Lebensmittelproduktion verteuern und oft von Importen abhängig machen. Ähnliche Faktoren spielen auch in Norwegen und Schweden eine Rolle.

In Entwicklungsländern sind die Preise in der Regel niedriger, da die Arbeitskosten niedriger sind und lokal hergestellte Waren verfügbar sind. In Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen, wie beispielsweise während der Krise in Argentinien im Jahr 2001, können die Preise für Burger infolge einer Währungsabwertung jedoch stark sinken.

Obwohl die Preise in Ländern wie Russland und Thailand in Dollar ausgedrückt ähnlich erscheinen, unterscheidet sich die Kaufkraft erheblich. In Kanada führen das raue Klima, hohe Heizkosten und schwierige landwirtschaftliche Bedingungen zu höheren Preisen.

Der Big-Mac-Index vermittelt zwar kein vollständiges Bild der Wirtschaft eines Landes, ist aber ein hervorragender Indikator für langfristige Ungleichgewichte bei den Wechselkursen.

Fazit

Der Big-Mac-Index kann insgesamt einen groben Anhaltspunkt dafür liefern, ob eine Währung über- oder unterbewertet ist. Da er kein präzises Instrument ist, sollte er bei der Prognose von Wechselkursen oder bei Handelsentscheidungen nicht als alleinige Grundlage herangezogen werden.

Er kann dennoch als einfacher Anhaltspunkt im Rahmen einer umfassenderen Analyse nützlich sein. In Verbindung mit technischen und fundamentalen Faktoren kann er Händlern dabei helfen, langfristige Währungstrends besser zu verstehen.

Häufig gestellte Fragen zum US-Dollar-Kurs und zum Big-Mac-Index

Nach Angaben der Fed kostet die Herstellung eines einzelnen 1-Dollar-Scheins im Jahr {Jahr} etwa 4,1 Cent (0,041 $), einschließlich der Kosten für Papier, Tinte, Arbeitskräfte und sonstige Produktionskosten. Dennoch bleibt sein Nennwert bei 1 $.

Den Daten der Federal Reserve vom 2026 zufolge sind etwa 2,43 Billionen Dollar im Umlauf. Etwa die Hälfte davon befindet sich außerhalb der Vereinigten Staaten.

Aufgrund der Zinssenkungen der Fed, eines wachsenden Haushaltsdefizits, von Handelskriegen oder einer sich abschwächenden US-Wirtschaft könnte der Dollar an Wert verlieren. Derzeit legt er jedoch als sicherer Hafen zu.

Der Big-Mac-Index ist ein unkonventioneller Maßstab zur Ermittlung der Kaufkraftparität. Er vergleicht den Preis eines Big Macs in verschiedenen Ländern und zeigt so an, ob eine Währung über- oder unterbewertet ist.

Der Big Mac ist ein standardisiertes Produkt, das weltweit nach demselben Rezept und in gleicher Qualität hergestellt wird. Das macht ihn zu einem praktischen Maßstab, um die Kosten für Arbeitskräfte, Zutaten und Dienstleistungen zwischen verschiedenen Ländern zu vergleichen.

Kurs-Chart für EURUSD in Echtzeit

So viel kostet der US-Dollar wirklich

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