Anleger können Aktien anhand ihres Verhaltens unter verschiedenen Marktbedingungen in mehrere Kategorien einteilen. Hinsichtlich des Risikos unterscheiden Anleger häufig zwischen Blue-Chip-Aktien und spekulativen Aktien. In Bezug auf die Rendite werden üblicherweise Value-Aktien, Wachstumsaktien und Dividendenaktien unterschieden. Das Verständnis dieser Aktienarten hilft Ihnen dabei, ein ausgewogenes Anlageportfolio aufzubauen.
In diesem Überblick stellen wir Ihnen die wichtigsten Aktienarten, ihre Unterschiede und ihr Kursverhalten vor und zeigen Ihnen, wie Sie dieses Wissen beim Handel und bei Investitionen anwenden können.
Der Artikel befasst sich mit folgenden Themen:
- Wichtige Erkenntnisse
- Welche verschiedenen Arten von Aktien gibt es für Ihr Anlageportfolio?
- Stammaktien und Vorzugsaktien
- Wachstums- vs. Value-Aktien: Vergleich der Wertentwicklung
- Aktienklassifizierung nach Marktkapitalisierung
- Spezielle Aktienkategorien
- Branchen- und Konjunkturklassifikationen
- Geografische und marktbezogene Klassifizierungen
- Arten von Aktien und die Auswahl Ihres Anlageportfolios
- Fazit
- Arten von Aktien-CFDs
Wichtige Erkenntnisse
- Für den Aufbau eines diversifizierten Anlageportfolios, das auf unterschiedliche Ziele und Zeithorizonte zugeschnitten ist, ist es unerlässlich, die wichtigsten Arten von Unternehmensaktien zu kennen. Mit jeder Art sind eigene erwartete Durchschnittsrenditen und damit verbundene Risiken verbunden.
- Man unterscheidet zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien, Small-Cap-, Mid-Cap- und Large-Cap-Aktien, Wachstums- und Value-Aktien, Blue-Chip-Aktien und branchenspezifischen Aktien sowie Aktien mit positiver, negativer und null Korrelation.
- Als sehr risikoreich gelten Aktien, die schnell steigen. Je höher die potenzielle Rendite ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer abrupten Trendwende und eines starken Kursrückgangs.
- Anleger stützen sich in der Regel auf Bewertungskennzahlen, die aus den Jahresabschlüssen abgeleitet werden, auf Beta-Koeffizienten sowie auf die Fundamentalanalyse eines Unternehmens und seiner Branche, um das Risikoniveau einer Aktie einzuschätzen.
- Ein diversifiziertes, konservatives Anlageportfolio setzt sich in der Regel zu 40 % aus stabilen, ertragsstarken Anlagen wie Anleihen, Gold, Währungseinlagen und defensiven Aktien zusammen, während die übrigen 60 % in internationale Aktien investiert werden.
Welche verschiedenen Arten von Aktien gibt es für Ihr Anlageportfolio?
Aktien lassen sich anhand verschiedener Kriterien in mehrere Kategorien einteilen. So können sie beispielsweise je nach Reaktion auf wirtschaftliche Ereignisse als zyklische oder nicht-zyklische Aktien klassifiziert werden. Hinsichtlich ihrer Marktkapitalisierung lassen sie sich in Large-Cap-, Mid-Cap- oder Small-Cap-Aktien unterteilen. Je nach Risikograd werden sie in stetig wachsende und risikoreiche Aktien unterteilt. Um sich auf dem Aktienmarkt zurechtzufinden und ein Anlageportfolio zusammenzustellen, das den eigenen finanziellen Zielen entspricht, ist das Verständnis dieser Klassifizierungen entscheidend.
Stammaktien und Vorzugsaktien
Aktien sind je nach Eigentumsrechten in Stammaktien und Vorzugsaktien unterteilt.
- Beide Aktienkategorien werden an der Börse gehandelt.
- In einigen Ländern können die Rechtsvorschriften das Volumen der ausgegebenen Vorzugsaktien begrenzen. So darf die Anzahl der Vorzugsaktien beispielsweise in einigen Ländern 25 % des genehmigten Kapitals einer Aktiengesellschaft nicht überschreiten.
- Stammaktien können nicht in Vorzugsaktien umgetauscht werden. Einige Arten von Vorzugsaktien können jedoch in Stammaktien umgetauscht werden.
Werfen wir einen genaueren Blick auf die einzelnen Aktienklassen.
Eigenschaften von Stammaktien
Stammaktien sind Wertpapiere, die von Aktiengesellschaften ausgegeben werden. Sie räumen ihren Inhabern das Recht ein, auf Hauptversammlungen abzustimmen (eine Aktie entspricht einer Stimme) und Dividenden zu erhalten. Dividenden werden jedoch erst dann aus dem Unternehmensgewinn ausgeschüttet, wenn die Verpflichtungen gegenüber Vorzugsaktionären und Gläubigern erfüllt sind. Höhe und Zeitpunkt der Dividendenausschüttung hängen letztlich von der finanziellen Lage des Unternehmens und den Entscheidungen seines Vorstands ab.
- Als Mehrheitsbeteiligung gilt eine Beteiligung von 50 % + 1. Die Stammaktionäre verfügen somit bei bestimmten Entscheidungen – wie der Ernennung oder Abberufung des Vorstands, der Genehmigung strategischer Pläne, Budgets und wichtiger Geschäfte – über die Stimmenmehrheit.
- Bei einer Beteiligung von 25 % + 1 gilt die sogenannte Sperrminorität. Diese ermöglicht es einem Aktionär, Beschlüsse der Hauptversammlung zu blockieren, sofern die übrigen Aktien nicht zu einer Mehrheitsbeteiligung zusammengefasst werden.
In Kontroll- oder Sperranteile können nur Stammaktien einbezogen werden, es sei denn, die Satzung des Unternehmens räumt den Inhabern von Vorzugsaktien Stimmrechte ein.
Merkmale von Vorzugsaktien
Vorzugsaktien bieten ihren Inhabern zwar gewisse Vorteile gegenüber Stammaktionären, sind jedoch auch mit Einschränkungen verbunden. In der Regel sind sie mit festen Dividendenerträgen verbunden und nicht mit Stimmrechten, sofern die Satzung des Unternehmens nichts anderes festlegt.
Eigenschaften von Vorzugsaktien:
- In der Regel bieten Vorzugsaktien eine feste Dividende oder einen festen Zinssatz, doch diese Zahlungen sind nicht garantiert. Die Ausschüttung der Dividende bedarf der Zustimmung der Hauptversammlung. Im Falle einer Zustimmung werden zuerst die Vorzugsaktionäre bedient und etwaige verbleibende Gewinne werden anschließend an die Stammaktionäre ausgeschüttet.
- Inhaber von Vorzugsaktien haben Anspruch auf Gewinnbeteiligungsdividenden. Wenn Stammaktionäre eine höhere Dividende erhalten als den für Vorzugsaktien festgelegten Betrag, können Vorzugsaktionäre eine zusätzliche Ausschüttung erhalten, um diesen Betrag auszugleichen oder aufzustocken.
- Im Falle einer Unternehmensliquidation werden zunächst die Vorzugsaktionäre und anschließend die Stammaktionäre ausgezahlt. Sie erhalten das verbleibende Vermögen, nachdem das Unternehmen seine Schulden beglichen hat.
- Wenn in den vergangenen Jahren keine Dividenden ausgeschüttet wurden und es sich um kumulative Aktien handelt, haben Vorzugsaktionäre bei Wiederaufnahme der Ausschüttungen Anspruch auf die ausstehenden Zahlungen.
Unterschiede zwischen Stamm- und Vorzugsaktien:
Stammaktien | Vorzugsaktien | |
Stimmrechte | Ja | Keine/eingeschränkte Stimmrechte |
Dividendenbetrag | Variabel | Fixiert, priorisiert |
Reihenfolge der Dividendenzahlungen | Nach Auszahlung der Vorzugsaktien | Zuerst |
Konvertierbarkeit | Können nicht in Vorzugsaktien umgewandelt werden | Möglich, bei konvertierbaren Typen |
Liquidität | Hoch | Niedrig. Die Anteile können vom Emittenten jederzeit gekündigt werden |
Ausschüttungsreihenfolge im Falle einer Liquidation | Zuletzt | Zuerst |
Wachstums- vs. Value-Aktien: Vergleich der Wertentwicklung
Das langfristige Ertragspotenzial und die dafür ausschlaggebenden Faktoren sind die entscheidenden Kriterien für die Bewertung von Aktien. Daher unterscheidet man zwischen Wachstums- und Value-Aktien. Eine Mischung aus beiden kann dabei helfen, ein ausgewogenes Portfolio mit moderater Volatilität aufzubauen. Eine regelmäßige Überprüfung ist dabei jedoch unerlässlich.
Wachstumsaktien erklärt
Als Wachstumsaktien werden Aktien von Unternehmen bezeichnet, die ein starkes und beständiges Umsatz- und Gewinnwachstum aufweisen. In der Regel schneiden sie bei mehreren wichtigen Finanzkennzahlen besser ab als der Gesamtmarkt. Ihr Wachstum wird in der Regel durch Faktoren wie innovative Produkte oder günstige Branchentrends angetrieben.
Wesentliche Merkmale von Wachstumsaktien und ihren Emittenten:
- hohes KGV, oft deutlich über dem Marktdurchschnitt
- ein Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis von etwa 1 oder mehr
- geringe oder gar keine Dividendenausschüttungen, da die Gewinne in die Unternehmensentwicklung reinvestiert werden
- hohe Volatilität, da Anleger ihre Aktien nach starken Kursanstiegen verkaufen könnten
- erhebliches Aufwärtspotenzial, wenn steigende Unternehmensgewinne zu verzeichnen sind
Zu den Wachstumsaktien zählen beispielsweise Aktien von Technologieunternehmen, die Technologien in den Bereichen KI, Cloud Computing und Blockchain entwickeln, sowie Aktien aus den Bereichen Biotechnologie und Halbleiter.
Was sind Value-Aktien?
Substanzakten, auch Value-Akten genannt, werden zu ihrem inneren Wert gehandelt und vom Markt als unterbewertet angesehen. Anleger kaufen diese Aktien in der Erwartung, dass der Aktienmarkt den wahren Wert des Unternehmens irgendwann anerkennt, was zu einem Kursanstieg führt. Diese Unternehmen zeichnen sich in der Regel durch eine stabile Geschäftstätigkeit, konstante Gewinne und eine geringe Volatilität aus. Ihre Aktien erweisen sich zudem bei globalen Markteinbrüchen tendenziell als widerstandsfähiger.
Wesentliche Merkmale von Substanzwerten und ihren Emittenten:
- niedriges KGV (in der Regel unter dem Marktdurchschnitt)
- niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis
- relativ hohe Dividendenrendite
- solides Geschäftsmodell mit konstanten Gewinnen
Unterschiede zwischen Wachstums- und Value-Aktien:
Wachstumsaktien | Value-Aktien | |
Dividendenrendite | Geringe oder keine | Relativ hoch, mit regelmäßigen Auszahlungen |
Gewinnwachstumsraten | Schnell | Langsam, aber beständig |
Verhalten in Zeiten wirtschaftlicher Stagnation | Hohes Risiko, stark abhängig von Nachrichten und Markterwartungen. Neigt zu stärkeren Kursrückgängen. | Mäßiges Risiko, weniger anfällig für allgemeine Marktrückgänge. |
Anlagehorizont | Kurz- bis mittelfristige Anlage. Die Aktien werden nach einem starken Wachstum zum Höchststand verkauft. | Langfristige Geldanlage. Zur Erzielung eines beständigen passiven Einkommens |
Typische Branchen | Technologieunternehmen, Internetplattformen, Cloud- und KI-Unternehmen sowie Biotechnologie. | Energie, Finanzen, Konsumgüter |
Geeignet für | Anleger, die nach starken Kursanstiegen aufgrund fundamentaler Faktoren suchen und hohe Schwankungen in Kauf nehmen. | Langfristige Anleger, die stabile, moderate Erträge bei minimalem Risiko anstreben. |
Aktienklassifizierung nach Marktkapitalisierung
Die Marktkapitalisierung gibt den Gesamtwert eines Unternehmens an und wird berechnet, indem die Anzahl der Aktien mit deren aktuellem Kurs multipliziert wird.
Einteilung von Aktien nach Marktkapitalisierung:
- Hohe Marktkapitalisierung: 10 Milliarden $ und mehr
- Mittlere Marktkapitalisierung: von 2 Milliarden $ bis 10 Milliarden $
- Geringes Marktkapitalisierung: von 300 Millionen $ bis 2 Milliarden $
- Sehr geringe Marktkapitalisierung: von 50 Millionen $ bis 300 Millionen $
Diese Einteilung ist zwar weit verbreitet, dennoch ist sie etwas willkürlich. Erstens werden regionale Unterschiede nicht berücksichtigt: Ein Unternehmen, das in den USA als klein gilt, könnte in einer kleineren Entwicklungswirtschaft als groß angesehen werden. Zweitens kann ein Unternehmen, das aufgrund eines Kursanstiegs in die nächsthöhere Kategorie aufsteigt, noch lange Zeit in seinem ursprünglichen Aktienindex verbleiben. So umfasst der Small-Cap-Index Russell 2000 beispielsweise Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über 2 Milliarden $.
Standardwerte (Large Caps)
Kapitalisierung: 10 Milliarden $ und mehr
Wesentliche Merkmale von Standardwerte (Large-Cap-Aktien):
- Diese Aktien lassen sich leicht kaufen und verkaufen, ohne den Kurs wesentlich zu beeinflussen.
- Geschäftliche Beständigkeit. Die Unternehmen sind krisensicher und haben sich bewährt.
- Die Volatilität ist mäßig. Im Vergleich zu mittel- und klein kapitalisierten Unternehmen sind die Kursschwankungen weniger stark ausgeprägt.
- Hohe Transparenz und einfacher Zugang zu Unternehmensdaten. Investoren stehen umfangreiche Informationen zur Verfügung, darunter Jahresabschlüsse, Marktanalysen und Prognosen.
- Der institutionelle Aktienbesitz ist erheblich. Die Mehrheit der Aktien wird von großen Fonds- und Investmentgesellschaften gehalten.
Für langfristige Anlagen und konservative Strategien, insbesondere solche, die auf die Erzielung stabiler Dividenden abzielen, eignen sich diese Aktien gut. Sie sind zudem eine gute Wahl für Anfänger, die der Jagd nach kurzfristigen Kursschwankungen die Stabilität vorziehen.
Beispiele für Large-Cap-Aktien sind Apple, Nvidia und MicroStrategy. Nahezu alle Unternehmen, die in den Indizes NASDAQ, S&P 500 und Dow Jones aufgeführt sind, fallen in diese Kategorie.
Zu den Large-Cap-Aktien zählen unter anderem Indizes, die in diese Kategorie fallen.
Nebenwerte (Mid Caps)
Marktkapitalisierung: von 2 Milliarden $ bis 10 Milliarden $
Hauptmerkmale von Nebenwerten:
- Mittlere Liquidität. Das Handelsvolumen reicht aus, um ohne nennenswerte Kursabweichungen in den Markt einzusteigen oder aus ihm auszusteigen, doch sind die Spreads höher als bei den Standardwerten.
- Ausgewogenes Wachstum und Stabilität. Im Vergleich zu Small-Cap-Aktien sind Mid-Cap-Aktien in der Regel mit einem geringeren Risiko verbunden und bieten gleichzeitig ein größeres Aufwärtspotenzial als Marktgiganten. Sie können eine solide Wertentwicklung und ein rasantes Wachstum erzielen.
- Erhöhte Volatilität. Kursschwankungen sind ausgeprägter als bei Large-Cap-Aktien. Bieten Chancen für kurzfristige, aggressive Strategien.
- Moderate Dividenden. Unternehmen dieser Kategorie investieren in der Regel den Großteil ihrer Gewinne in die eigene Entwicklung. Dividenden werden seltener und in geringerer Höhe ausgeschüttet als bei Blue-Chip-Unternehmen.
- Enge Spezialisierung. Diese Unternehmen sind häufig in sehr spezifischen Branchen tätig. Das kann ihr Wachstumspotenzial entweder einschränken oder als starker Wachstumsmotor wirken.
Mid-Cap-Aktien werden häufig für aggressive Strategien und gezielte Investitionen in bestimmte Branchen ausgewählt. In diesen Branchen erwarten Anleger aufgrund bestimmter fundamentaler Faktoren einen starken Kursanstieg.
Beispiele für Mid-Cap-Aktien: Unternehmen aus dem S&P MidCap 400 und dem Russell MidCap Index.
Small-Cap-Aktien
Kapitalisierung: von 300 Millionen $ bis 2 Milliarden $
Hauptmerkmale von Small-Cap-Aktien:
- Geringe Liquidität und hohe Volatilität. Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis ist aufgrund des relativ geringen Handelsvolumens groß.
- Eingeschränkter Zugang zu den Finanzdaten des Unternehmens
- Erhöhtes operatives Risiko. Abhängigkeit von engen Marktsegmenten oder einem einzigen Produkt sowie mangelnde Diversifizierung der Geschäftstätigkeit.
- Hohe Sensibilität für Branchennachrichten.
- Bei Erfolg besteht ein erhebliches Wachstumspotenzial. Durch den erfolgreichen Ausbau eines bestimmten Geschäftsbereichs kann die Marktkapitalisierung eines Unternehmens sprunghaft ansteigen. Allerdings erreicht nur ein kleiner Prozentsatz dieses Erfolgsniveau und solche Chancen sind im Voraus nur schwer zu erkennen.
Aktien dieser Art eignen sich für Risikokapitalinvestitionen. Beispiele: Unternehmen, die im S&P 600 und im Russell 2000 gelistet sind.
Spezielle Aktienkategorien
Zu dieser Kategorie gehören Aktien, die sich durch besondere Kursverläufe oder einen spezifischen Zweck auszeichnen. Beispiele:
- Dividendenaktien werden in der Regel wegen ihrer Ausschüttungen gekauft, wobei Anleger eine „Buy-and-Hold“-Strategie verfolgen.
- Aktien der Klassen A, B und C sind Wertpapiere mit unterschiedlichen Wertigkeiten und Stimmrechten. Aktien der Klasse A richten sich an Personen, die an der Unternehmensführung mitwirken möchten. Aktien der Klasse B sind hingegen für Kleinanleger bestimmt.
- Hinterlegungsscheine (ADRs/GDRs) verbriefen das Eigentum an Aktien ausländischer Unternehmen und werden an lokalen Börsen gehandelt.
Anfänger im Bereich der Geldanlage sollten vor allem den Unterschied zwischen Blue-Chip-Aktien und Wertpapieren anderer Unternehmen kennen.
Blue-Chip-Aktien
Blue-Chip-Aktien werden von großen Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung ausgegeben. Diese Unternehmen sind in ihren Branchen führend und genießen das Vertrauen der Anleger.
Wichtige Merkmale von Blue-Chip-Aktien und den entsprechenden Unternehmen:
- Unternehmen dieser Art sind breit aufgestellt. Sie setzen Trends in verschiedenen Branchen und manchmal sogar für den gesamten Aktienmarkt.
- Die Aktien sind in den wichtigsten Aktienindizes enthalten. Die meisten Aktien befinden sich im Besitz institutioneller Anleger.
- Sie sind vollkommen transparent, unterliegen Prüfungen auf internationalem Niveau und strengen Offenlegungsstandards.
- Sie erweisen sich in Rezessionsphasen in der Regel als relativ widerstandsfähig.
Dieser Aktientyp eignet sich für langfristige Anlagen.
Pennystocks
Als Pennystocks werden Aktien bezeichnet, deren Kurs unter 5 US-Dollar liegt und die eine geringe Marktkapitalisierung aufweisen. In der Regel werden sie nicht an den großen Börsen, sondern auf außerbörslichen Märkten (OTC) gehandelt. Außerdem sind sie in der Regel nicht in den großen Aktienindizes enthalten.
Die wichtigsten Risiken im Zusammenhang mit Pennystocks:
- Geringes Handelsvolumen und geringe Liquidität. Diese Aktien lassen sich unter Umständen nur schwer schnell verkaufen, und ihre Geld-Brief-Spannen sind oft deutlich größer als bei Blue-Chip-Aktien.
- Mangel an öffentlich zugänglichen Informationen. Derartige Unternehmen sind nicht verpflichtet, detaillierte Jahresabschlüsse zu veröffentlichen, und können Verluste oder Verbindlichkeiten verschleiern.
- Anfälligkeit für Kursmanipulationen. Pennystocks können Ziel von Machenschaften wie „Pump-and-Dump“-Manövern sein, bei denen die Kurse künstlich in die Höhe getrieben werden, bevor es zu einem raschen Abverkauf kommt.
Anders als bei Blue-Chip-Aktien, deren Wachstumspotenzial oft durch ihre enorme Größe begrenzt ist, können die Aktien kleinerer Unternehmen kurzfristig starke Kurssprünge verzeichnen. Auslöser hierfür können die Nachricht von einer bevorstehenden Übernahme oder der bahnbrechende Erfolg eines neu getesteten Produkts sein.
Dividendenaktien
Als Dividendenaktien werden Aktien von Unternehmen bezeichnet, die regelmäßig Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten. Sie eignen sich eher für langfristige Anlagen als für schnelle Spekulationsgeschäfte. Die Höhe der Dividendenausschüttungen wird durch Beschluss der Hauptversammlung festgelegt und erfolgt in der Regel alle drei, sechs oder zwölf Monate.
Wichtige Kennzahlen für Anleger:
- Die Höhe der Dividende pro Aktie, die Ausschüttungsstabilität und die Dividendenwachstumsrate
- Die Ausschüttungsquote ist der Anteil des Nettogewinns eines Unternehmens, der als Dividende ausgeschüttet wird.
- Die Dividendenrendite ist das Verhältnis der Dividenden zum Aktienwert.
Ein Unternehmen schüttet Dividenden aus, wenn es Gewinne erzielt. Eine hohe Rentabilität bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass der Aktienkurs steigen wird. Fällt der Aktienkurs, können Dividenden den Verlust daher teilweise ausgleichen.
Branchen- und Konjunkturklassifikationen
Der Technologiesektor erfreute sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit. Die Entwicklung von Virtual- und Augmented-Reality-Technologien sowie künstlicher Intelligenz hat einigen Unternehmen ein Wachstum von mehr als 100 % innerhalb eines Jahres ermöglicht. Der NASDAQ-Index hat den S&P 500 in den letzten ein und fünf Jahren hinsichtlich der Rendite deutlich übertroffen.
Wenn Sie herausgefunden haben, welcher Wirtschaftssektor vielversprechender und stabiler ist, können Sie Ihr Portfolio entsprechend ausrichten und das potenzielle Verlustrisiko verringern.
Zyklische Aktien
Je nachdem, wie der Kurs auf die wirtschaftliche Lage reagiert, lassen sich Aktien in zyklische und nicht-zyklische Aktien unterteilen:
- Generell steigen zyklische Aktien in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs und fallen in Rezessionsphasen. Zu dieser Kategorie gehören beispielsweise Tourismus- und Automobilunternehmen, da Verbraucher diese Branchen in wirtschaftlichen Abschwungphasen meist als Erstes meiden.
- Nichtzyklische Aktien zeichnen sich durch einen relativ stabilen Kursverlauf und eine geringe Volatilität aus. Zu dieser Kategorie gehören Unternehmen, die lebensnotwendige Güter wie Lebensmittel oder Medikamente herstellen.
Konjunkturabhängige (zyklische) Aktien eignen sich am besten für spekulativen Handel in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs, wenn die makroökonomischen Kennzahlen positiv sind. Nicht-konjunkturabhängige Aktien sind für konservative, langfristig orientierte Anleger gedacht, die auf Konjunkturabschwünge vorbereitet sind.
Defensive Aktien
Defensive Aktien sind Aktien von Unternehmen, deren Umsätze und Gewinne relativ stabil bleiben, unabhängig von Konjunkturzyklen. In diese Kategorie fallen außerdem die oben beschriebenen nichtzyklischen Aktien.
Wesentliche Merkmale defensiver Aktiengesellschaften:
- Stabile Nachfrage. Auch in Krisenzeiten besteht weiterhin Bedarf an Produkten und Dienstleistungen. Dabei handelt es sich um lebensnotwendige Güter, Versorgungsleistungen und Medikamente.
- Niedrige Volatilität im Vergleich zu Wachstumsaktien und Indizes.
- Keine nennenswerten Kursrückgänge
Diese Aktien dienen dazu, die Gesamtvolatilität eines Anlageportfolios in Zeiten der Unsicherheit zu verringern. Sie eignen sich für risikoscheue Anleger.
Ein Beispiel hierfür sind die Aktien von Walmart, der weltweit größten Einzelhandelskette.
Die 5-Jahres-Rendite von Walmart beträgt 117,26 %. Das Unternehmen hat die durch COVID-19 ausgelöste weltweite Rezession erfolgreich gemeistert und erholt sich nach dem Rückgang rasch.
Branchenspezifische Aktien
Der Global Industry Classification Standard (GICS) wurde von MSCI und Standard & Poor’s entwickelt, um börsennotierte Unternehmen zu klassifizieren.
Bestandteile der Klassifizierung:
- 11 Sektoren (Energie, Rohstoffe, Industrie, zwei Konsumgütersegmente, Gesundheitswesen, Finanzwesen, Informationstechnologie, Kommunikationsdienstleistungen, Versorger und Immobilien)
- 25 Branchengruppen
- 74 Branchen
- 163 Unterbranchen
Die Klassifizierung wird regelmäßig überarbeitet.
Mithilfe dieser Methode der Aktienklassifizierung können Anleger verstehen, wie die einzelnen Sektoren zur Gesamtrendite des Portfolios beitragen, vielversprechende Chancen erkennen und Risiken streuen. Bei der Analyse von Jahresabschlüssen werden die Bewertungskennzahlen eines Unternehmens sowohl mit dem Marktdurchschnitt als auch mit den Durchschnittswerten der jeweiligen Branche oder des jeweiligen Sektors verglichen.
Geografische und marktbezogene Klassifizierungen
Schon immer galt der US-Aktienmarkt als einer der vielversprechendsten der Welt. Seine Indizes haben ihre europäischen, asiatischen und lateinamerikanischen Pendants in puncto Wachstum stets übertroffen. Gestützt durch die weltweit größte Volkswirtschaft, strenge regulatorische Standards und ein hohes Maß an Transparenz bleibt der US-Markt für Anleger aus aller Welt äußerst attraktiv. Gleichzeitig kann die Aufnahme von Aktien brasilianischer, indischer und deutscher Unternehmen Möglichkeiten zur Risikostreuung bieten.
Inländische vs. internationale Aktien
Ein entscheidender Vorteil inländischer Aktien ist der einfache Zugang zu Informationen für die Analyse. Da Sie im selben Land leben, verfügen Sie über ein fundiertes Verständnis der nationalen Wirtschaft und der Besonderheiten der lokalen Märkte, ohne dabei mit Sprachbarrieren konfrontiert zu sein. Zudem ist Ihnen bekannt, wo Sie zuverlässige Unternehmensdaten finden. Für ausländische Anleger, die mit den regionalen Marktnuancen nicht vertraut sind, kann dieser Prozess weitaus schwieriger sein.
Berücksichtigen Sie außerdem die Rentabilität und die Anlagewährung. Wenn inländische Aktien in US-Dollar weniger Rendite abwerfen als internationale, ist die Wahl klar. Wenn Ihre Bestände jedoch in Ihrer Landeswährung gehalten werden und die Inflation hoch ist, können inländische Aktien dennoch eine gute Anlageoption sein.
Aktien aus Schwellenländern
Aufgrund der Unvorhersehbarkeit der staatlichen Wirtschaftspolitik können Aktien aus Schwellenländern attraktiv sein. Im Gegensatz dazu profitiert der US-Aktienmarkt von Transparenz, einer vorhersehbaren Politik der Fed sowie klaren Reaktionen auf makroökonomische Daten. Schwellenmärkte sind im Allgemeinen weniger vorhersehbar, allerdings können Large-Cap-Aktien in regionalen Märkten mitunter ein höheres Wachstumspotenzial bieten als manche US-Wertpapiere.
Das folgende Beispiel veranschaulicht diesen Punkt:
Die Marktkapitalisierung von MercadoLibre (MELI), dem größten Unternehmen Argentiniens, stieg 2023 um 86,69 % in US-Dollar, 2024 um 10,09 % und 2025 um 37,98 % (Stand: 23. Juli 2025). MercadoLibre ist die führende E-Commerce- und Online-Auktionsplattform in Lateinamerika.
Nachdem Argentinien von einer Hyperinflation betroffen war, verlagerte das Unternehmen seinen Fokus auf benachbarte Märkte. Heute stammen 75 % seines Umsatzes aus Brasilien und Mexiko, wodurch diese Länder zu wichtigen Wachstumstreibern werden. Die Aktien des Unternehmens sind an der NASDAQ sowie an mehreren anderen Börsen notiert.
Einige Feinheiten:
- Die Währung, in der die Anlage getätigt wird, spielt eine entscheidende Rolle. Steigt der Aktienkurs in der Landeswährung während einer Inflationsphase, kann sein Wert in US-Dollar unverändert bleiben. Dies kann für inländische Anleger als Inflationsschutz dienen. Für ausländische Anleger sind solche Anlagen jedoch in der Regel weniger attraktiv.
- Einige der größten Unternehmen sind auf dem US-Markt über ADRs erhältlich, sodass kein Broker in Indien oder Südkorea erforderlich ist. Sie können stattdessen Aktien indischer und koreanischer Unternehmen über einen in den USA zugelassenen Broker kaufen. So hat die ICICI Bank (NYSE: IBN) beispielsweise neun Jahre in Folge ein Kurswachstum in US-Dollar verzeichnet, mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 23,17 %.
Besonders bemerkenswert sind die sich entwickelnden Märkte Brasiliens, Indiens, Indonesiens, der Türkei und Mexikos.
IPO und neuemittierte Aktien
IPO ist die Abkürzung für „Initial Public Offering“ (Börsengang) und bezeichnet den erstmaligen Verkauf von Aktien eines Unternehmens an die Öffentlichkeit. Wenn ein Unternehmen gute Ergebnisse erzielt und Kapital für die Expansion seines Geschäfts beschaffen möchte, gibt es Aktien aus. Anleger, die ein Unternehmen als vielversprechend einschätzen, kaufen Aktien in der Hoffnung, dass deren Kurs steigt oder das Unternehmen Dividenden ausschüttet.
Ein Beispiel: Anfang Juni 2025 führte das amerikanische Unternehmen Circle (CRCL), Emittent des Stablecoins USDC, einen Börsengang durch. USDC ist der Hauptkonkurrent von USDT (Tether), dem nach Marktkapitalisierung größten Stablecoin.
Inmitten der allgemeinen Begeisterung für Kryptowährungen und Blockchains hat sich der Aktienkurs von Circle in weniger als zwei Monaten vervierfacht. Trotz einer Korrektur beliefen sich die Gesamtgewinne auf mehr als 200 %.
Es ist eindeutig: Diese vielversprechende Nische hat das Wachstum des Unternehmens maßgeblich vorangetrieben. Ich weiß sehr genau, wovon ich spreche, wenn ich sage, dass es zahlreiche Beispiele für Unternehmen gibt, deren Aktienkurse nach dem Börsengang um mehr als 20–30 % eingebrochen sind und sich nie wieder erholt haben.
Eine Zweitplatzierung ist eine weitere risikoreiche Möglichkeit für ein Unternehmen, Kapital zu beschaffen. Eine Erhöhung des Aktienangebots führt in der Regel zu einem Abwärtsdruck auf den Kurs. Neuemissionen werden deshalb oft mit einem Abschlag verkauft. Als Anleger schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit eines Kursrückgangs ein und wägen den potenziellen Verlust gegen den angebotenen Abschlag ab.
Ich empfehle dir, dich auf den Marktanalyse-Websites über Kalender für Börsengänge und Zweitplatzierungen zu informieren. Hier sehen Sie ein Beispiel für einen Kalender für öffentliche Zweitplatzierungen:
Arten von Aktien und die Auswahl Ihres Anlageportfolios
Grundregeln für den Aufbau Ihres Anlageportfolios:
- Legen Sie Ihre Anlageziele und Ihren Zeithorizont fest. Angenommen, Sie möchten innerhalb von drei Monaten eine Rendite von 50 % pro Jahr erzielen. Ihnen sollte bewusst sein, dass es sich hierbei um eine risikoreiche Anlage handelt und Ihr Portfolio Verluste einfahren könnte.
- Wenn Sie Unternehmen bewerten, dann achten Sie unbedingt auf die Ertragsstabilität, die Widerstandsfähigkeit in schwierigen Zeiten, eine geringe Verschuldung, eine diversifizierte Geschäftstätigkeit und die Ausrichtung auf solide Fundamentaldaten. Nur so erhalten Sie einen umfassenden Überblick.
- Streuen Sie Ihr Portfolio. Nehmen Sie defensive Aktien auf, die in Zeiten globaler wirtschaftlicher Stagnation keine Kursverluste verzeichneten oder nur minimale Einbußen hinnehmen mussten.
- Passen Sie Ihr Portfolio etwa alle 6 bis 12 Monate an. Überprüfen Sie dabei die Gewichtung und Zusammensetzung Ihrer Wertpapiere. Verkaufen Sie unrentable Aktien und nehmen Sie vielversprechende Titel auf. Achten Sie auf unterbewertete Wertpapiere und verkaufen Sie überbewertete.
Entsprechend Ihrem eigenen Anlagestil legen Sie das Risikoniveau Ihres Portfolios fest. Es kann sich um eine Mischung aus ausgewählten Aktien mit starkem Kurspotenzial handeln oder um eine ausgewogene Mischung mit moderateren Renditen, bei der Gewinne anderer Aktien Kursverluste einer einzelnen Aktie ausgleichen.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in Aktienindizes oder ETFs zu investieren. Indizes sind Aktienkörbe, die nach bestimmten Kriterien zusammengestellt werden. ETFs werden von professionellen Anlegern verwaltet. Da es viele ETFs gibt, hängt die Wahl von Ihren Anlagezielen und Präferenzen ab.
Bewertung der Risikotoleranz
Für den Aufbau eines Anlageportfolios ist es entscheidend, die Zusammensetzung der Vermögenswerte an die eigene Risikobereitschaft anzupassen. Einige Unternehmen erzielen stabile, wenn auch bescheidene Gewinne, während andere das Potenzial haben, ihren Aktienkurs innerhalb eines Jahres zu verdoppeln – allerdings geht damit auch ein deutlich höheres Risiko einher. Um diese Extreme auszugleichen, nehmen Anleger häufig weitere Vermögenswerte in ihr Portfolio auf, beispielsweise festverzinsliche Anleihen, die vorhersehbare Renditen und eine nahezu garantierte Auszahlung bieten.
Strategien für die Vermögensallokation in einem Portfolio unter Berücksichtigung von Risiko und Rendite:
- Konservativ (niedriges Risiko und minimale Rendite): 10–30 % Aktien, 70–90 % Anleihen und Währungen
- Moderat (ausgewogenes Risiko): 40–60 % Aktien, 40–60 % Anleihen
- Aggressiv (hohes Risiko und hohe Rendite): 70–90 % Aktien, 10–30 % Anleihen
- Reine Aktien: 100 % Aktien, einschließlich branchenspezifischer Titel
Aufteilung der Vermögenswerte in einem Portfolio nach Aktienarten:
- 30 % in Aktien, die sich in einem starken Aufwärtstrend befinden. Dabei handelt es sich um Aktien von Unternehmen mit anhaltend hoher Nachfrage. Viele von ihnen schütten zudem regelmäßig Dividenden aus.
- 50 % in Wachstumsaktien, von denen mindestens ein Drittel Blue-Chip-Aktien sind. Etwaige Gewinnausfälle werden durch Value-Aktien ausgeglichen.
- 20 % Aktieninvestitionen in Start-ups aus dem Small-Cap-Bereich oder Nischenbranchen.
Das Risikoniveau eines Unternehmens lässt sich anhand seiner Jahresabschlüsse einschätzen. Wenn die Bewertungskennzahlen der letzten vier Quartale durchweg über dem Marktdurchschnitt liegen, ist das Unternehmen möglicherweise überbewertet. Wenn sie durchweg unter dem Marktdurchschnitt liegen, ist es möglicherweise unterbewertet. Ein Beta-Wert über 1,2 deutet auf ein höheres Risiko hin. Berücksichtigen Sie darüber hinaus die Bonitätsbewertungen renommierter Agenturen.
Strategien zur Diversifizierung
Diversifizierung bedeutet die Streuung von Anlagen auf verschiedene Arten von Wertpapieren, um das Risiko zu minimieren.
Strategien zur Diversifizierung hinsichtlich der Aktienarten:
- Nach Sektoren. Beziehen Sie Wertpapiere aus mindestens 5 bis 7 Branchen ein und investieren Sie nicht mehr als 25 % des Kapitals in einen einzelnen Sektor (beispielsweise nicht mehr als ein Viertel in den Bereich IT oder Gesundheitswesen).
- Nach Marktkapitalisierung. Eine ausgewogene Zusammensetzung könnte etwa 60 % Large-Cap-Aktien (> 10 Mrd. $), 30 % Mid-Cap-Aktien (2–10 Mrd. $) und 10 % Small-Cap-Aktien (
- Nach Regionen. Sie können 60 % in inländische Aktien und 40 % in internationale Aktien aus Industrie- und Schwellenländern investieren. Dieser Ansatz verringert die Abhängigkeit von einer einzelnen Volkswirtschaft oder Währung.
- Nach der Anzahl der Unternehmen. Um das Risiko zu begrenzen, sollte ein Portfolio aus 20 bis 30 Aktien bestehen. Eine geringere Anzahl an Aktien bietet keine ausreichende Streuung, während zu viele Aktien die Verwaltung erschweren und die Kosten erhöhen können.
- Nach Korrelation. Wählen Sie Wertpapiere aus, die untereinander eine geringe Korrelation aufweisen (Koeffizient < 0,6 oder > -0,6).
Diversifizierung beschränkt sich nicht nur auf Aktien. Ein ausgewogenes Anlageportfolio könnte beispielsweise zu 60 % aus Aktien, zu 10 % aus risikoreichen Kryptowährungen, zu 10 % aus Edelmetallen sowie zu 20 % aus anderen Finanzinstrumenten bestehen.
Abstimmung der Anlageziele
Arten von Anlageansätzen:
- Kurzfristiger Handel mit spekulativen Aktien. Wählen Sie Aktien mit hoher Volatilität, hoher Liquidität und minimaler Margin.
- Langfristiges Investieren. Wählen Sie Blue-Chip-Aktien aus verschiedenen Branchen aus.
- Dividendenrendite. Wählen Sie Dividendenaktien von Top-Unternehmen mit stabilen Ausschüttungen.
- Aggressive Strategie. Entscheiden Sie sich für spekulative Aktien aus den Bereichen Risikokapital, Technologie, Mid-Cap-Unternehmen und Schwellenmärkte.
- Risikoabsicherung. Suchen Sie sich Aktien von Unternehmen aus, die stetig wachsen, auch wenn sie nur langsam expandieren (z. B. im Konsumgütersektor).
Außerdem können Sie verschiedene Anlagestrategien kombinieren.
Fazit
Ein Anfänger im Aktienhandel sollte Folgendes wissen:
- Aktien können direkt an der Börse erworben werden. Dieser Ansatz ist in der Regel mit hohen Provisionen verbunden und erfordert eine Anfangsinvestition von etwa 1.000 US-Dollar. Dafür bietet Ihnen eine Börse Zugang zu Tausenden von Aktien aus Märkten weltweit und eignet sich daher ideal für langfristige Anlagen. Alternativ können Sie Aktien über CFDs handeln. Das erforderliche Startkapital ist deutlich geringer und die Provisionen sind niedriger, wodurch sich dieser Ansatz besser für kurzfristige spekulative Strategien eignet.
- Blue-Chip-Aktien sind bei konservativen Anlegern oft die bevorzugte Wahl. Sie sind jedoch nicht risikofrei und es sind nach wie vor Verluste möglich. In der Vergangenheit lag ihre durchschnittliche jährliche Rendite über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren zwischen 15 und 30 %.
- Diversifizierung ist entscheidend. Ein Portfolio mit 20 Aktien wäre optimal. Sie können die Aktien selbst auswählen, je nach Ihren Zielen und Ihrer Risikobereitschaft.
Während sich Währungspaare in der Regel innerhalb einer engen Spanne bewegen, sind die Kurse von Kryptowährungen meist schwer vorherzusagen. Daher sind Aktien das beste Anlageinstrument für Trading-Einsteiger. Probieren Sie den Aktienhandel mit dem Demokonto von LiteFinance aus!
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Arten von Aktien-CFDs
Inhaber von Stammaktien haben Stimmrecht in der Hauptversammlung. Inhaber von Vorzugsaktien haben dagegen kein Stimmrecht, genießen jedoch Vorrechte, beispielsweise den Vorrang bei der Ausschüttung festverzinslicher Dividenden und bei der Vermögensverteilung im Falle einer Liquidation des Unternehmens.
Inhaber von Aktien der Klasse A haben ein höheres Stimmrecht und somit mehr Einfluss auf Hauptversammlungen. Sie sind für Großanleger gedacht, während Aktien der Klasse B für Privatanleger bestimmt sind. Daher sind Aktien der Klasse B in der Regel günstiger und liquider.
Eine optimale Wahl sind Blue-Chip-Aktien. Dabei handelt es sich um Aktien großer Unternehmen, die sich durch hohe Liquidität und beständige Rentabilität auszeichnen. Diese Unternehmen legen umfassende und transparente Finanzdaten vor. Blue-Chip-Aktien sind zudem in den wichtigsten Aktienindizes vertreten und legen langfristig tendenziell an Wert zu.
Die Wahl der Aktienart sollte auf Ihre Anlagestrategie abgestimmt sein. Blue-Chip-Aktien und Aktienindizes eignen sich beispielsweise gut für langfristige Anlagen. Für risikoreiche Strategien bieten sich Aktien von Risikokapitalgesellschaften an. Wenn Sie ein passives Einkommen anstreben, sind Dividendenaktien mit hohen Renditen und regelmäßigen Ausschüttungen die beste Wahl.
Im Risikomanagement gilt die Regel, dass eine Aktie sofort verkauft werden sollte, wenn ihr Kurs um mehr als 7 % fällt. Sie gilt nur für kurzfristige Handelsgeschäfte. Bei langfristigen Anlagen (über ein Jahr) sind Kursrückgänge von mehr als 15 % hingegen keine Seltenheit und sollten in der Regel abgewartet werden.
Namhafte Unternehmen aus wichtigen Branchen geben hochliquide Aktien aus. Dazu zählen beispielsweise Technologie- und Halbleiterunternehmen wie Nvidia, MicroStrategy und Apple. Aufgrund ihres hohen Handelsvolumens eignen sie sich für kurzfristige Strategien, etwa den Nachrichtenhandel.
Aktien von Unternehmen aus Schwellenländern wie Brasilien, Argentinien, Indien oder der Türkei zeichnen sich durch eine hohe Volatilität und eine unvorhersehbare Wirtschaftspolitik aus. Anfänger sollten außerdem vom Kauf von Pennystocks, Small-Cap-Aktien und Wertpapieren, die nicht in den führenden Aktienindizes enthalten sind, Abstand nehmen.

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